Handy orten

Dank der modernen Technik kann heutzutage jeder sein verlorengegangenes oder gestohlenes Handy ganz einfach orten. Besorgte Eltern können darüber hinaus auch das Handy ihrer minderjährigen Kinder orten. Aber auch andere Familienmitglieder, Lebenspartner oder Freunde kann mit einer Handyortung jederzeit ausfindig machen – vorausgesetzt sie sind mit einer Ortung einverstanden. Darüber hinaus gibt es noch jede Menge weitere Situationen, die eine Ortung der Handynummer notwendig und sinnvoll erscheinen lassen.

Handy orten

Anwendungsfelder der Handynummer-Ortung

Die Technologie zur Handyortung wird beispielsweise von Speditionen oder Kurierfahrern schon lange gewerblich genutzt, da die Unternehmen ein berechtigtes Interesse haben, wo sich ihre Fahrzeuge aufhalten. Neben der gewerblichen Nutzung, nutzen auch Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte die Handyortung um schnell zum Einsatzort zu gelangen. In abgelegenen Gegenden, beim Wandern oder Spazieren kann man schnell die Orientierung verlieren. In solchen Fällen wird es schwer, den Rettungskräften zu erklären, wo man sich gerade befindet. Die Polizei darf Handys grundsätzlich nur nach Erlaubnis des zuständigen Gerichts orten. Nur bei „Gefahr in Verzug“ ist eine Ortung auch ohne richterliche Erlaubnis möglich. Das dritte Anwendungsfeld ist die Ortung des Handys bei Diebstahl oder anderweitigem Verlust.

Möglichkeiten der Handyortung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Handynummer zu lokalisieren. Am weitesten verbreitet ist die Ortung bei GSM. Diese Methode ist universell einsetzbar, denn sie beruht auf dem einfachen Prinzip, dass sich jedes Mobilfunkgerät in eine Funkzelle einloggt. Dadurch lässt sich eine Handynummer ganz einfach orten. Der Haken aber ist die Genauigkeit, die bei GSM-Ortungen zu wünschen übrig lässt. In Städten funktioniert die GSM-Ortung relativ gut, in ländlichen Gebieten dagegen sollte auf eine andere Ortungstechnik zurückgegriffen werden.

Die Ortung per GPS ist um ein vielfaches genauer als durch GSM. In Städten ist die Ortung der Handynummer bis auf ein paar Meter genau. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Ortung per GPS auch dann funktioniert, wenn das Handy gerade nicht in einer Funkzelle eingeloggt ist. Die Genauigkeit der Handynummer-Ortung per GPS hat aber ihren Preis. Nur neuere Handys und Smartphones lassen sich per GPS orten, wenn sie nämlich über einen GPS-Empfänger verfügen. Sollte dies der Fall sein, kann sich der GPS-Empfänger mit einem GPS-Satelliten verbinden und die Position des Gerätes genau ermittelt werden. Die Daten lassen sich ohne Probleme auf digitale Landkarten wie Google-Maps übertragen und die Position des Gerätes in der (virtuellen) Landschaft darstellen.

Die dritte Variante funktioniert über die IMEI-Nummer. Dabei handelt es sich um eine eigene, individuelle Nummer eines jedes Mobilfunkgerätes. Die genaue Nummer kann man auf der Packung und im Akku-Fach des Mobilfunkgerätes erfahren. Der Hersteller oder der Mobilfunkanbieter spielen bei der IMEI-Ortung keine Rolle, denn die Nummer wieder immer angegeben und bleibt immer gleich. Sobald das Gerät eingeschaltet wird, erhält der Hersteller ein Signal, wo sich das Handy und welche SIM-Karte sich gerade darin befindet. Das ist besonders bei gestohlenen Handys sehr sinnvoll. Das Handy kann also auch geortet werden, wenn der Dieb die ursprüngliche SIM-Karte entfernt hat und ggf. eine eigene Karte verwendet.

Die Anwendung der Ortung über IMEI ist in Deutschland jedoch kompliziert, da zunächst bewiesen werden muss, dass das Gerät gestohlen wurde, bevor ein Richter eine Anordnung zur Ortung erteilen kann.