Handy orten kostenlos

Heute kann jeder ein Handy orten lassen und damit die Position des Handys bestimmen. Hierfür muss das Handy nicht nur eingeschaltet sein, sondern auch in ein Funknetz eingebucht sein. Dabei kann die Ortung mittels GPS erfolgen als auch durch die GSM-Ortung. Die GSM-Ortung stellt dabei eine einfachere Möglichkeit gegenüber der Ortung via GPS dar. Für die GSM-Ortung (Handynummer orten) wird keine weitere Infrastruktur des Mobilgerätes gefordert, wie das bei der Ortung durch GPS der Fall ist. Die GPS Ortung ist meist nur bei neueren Geräten wie Smartphones oder Mobilgeräte mit GPS-Modul verwendbar.

Die Handyortung kann sinnvoll sein, um den Aufenthaltsort von Kindern oder anderen Personen verlässlich aufzuspüren. Daneben wird die Handyortung aber ebenso genutzt, um verlorene Smartphones oder gestohlene Handys wieder aufzufinden. Auch Behörden, wie die Polizei, greifen auf die Handyortung zurück im Fall von Verbrechen, Verfolgungsjagden oder auch in Fällen von Entführungen. Daneben wird die Handyortung aber ebenso missbräuchlich genutzt, weswegen Datenschützer oft diese Verfahren kritisieren.

handyorten.de

29,90 €

Einmalig
  • 20 Ortungen
  • Kein Abo

handy-ortung.org

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Monatlich
  • 15 Ortungen
  • 6-12 monatiges Abo

Handy orten kostenlos - Funktionsweisen

Die Ortung mittels GSM kann mit verschiedenen Messverfahren erfolgen. Die einzelnen Messverfahren unterscheiden sich dabei hinsichtlich auf die Genauigkeit, den notwendigen Aufwand durch die geforderte Hardware im Mobilfunknetz sowie auch durch die Anforderungen, welche die Messverfahren an das Endgerät stellen.

Handy orten kostenlosZu den Methoden, welche ohne weitere Zusatzausrüstungen auskommen, gehört die Methode Cell ID oder auch Cell of Origin genannt. Diese Methode wird angewandt bei einer groben Positionsbestimmung. Bei dieser Methode wird die Zelle ermittelt und verwendet, in der sich das Mobilfunkgerät zum Zeitpunkt der Messung aufhält. Aus diesem Grund wird diese Methode häufig auch Funkzellen-Verfahren genannt. Durch die Verteilung von unzähligen Handyfunkmasten in ganz Deutschland ist es möglich, überall mit dem Handy zu telefonieren. Dabei deckt jeder einzelne dieser Masten ein ganz bestimmtes Gebiet ab. Dieses Gebiet wird auch Funkzelle genannt. Ist man mit dem Mobilgerät unterwegs, so verbindet sich dieses automatisch mit der am besten zu erreichenden Funkzelle. Bei dieser Methode wird nun ermittelt, mit welcher Funkzelle das Mobilgerät verbunden ist. Diese Positionsbestimmung benötigt keine Änderungen, weder auf der Netzseite noch auf der Endgeräteseite und ist ebenso unabhängig vom Hersteller des Handys, von der Marke des genutzten Smartphones und ebenso unabhängig vom Alter des Handys, sprich man kann jedes Handy orten lassen.

Die Methode Timing Advance benötigt netzseitig eine Zusatzausrüstung, jedoch nicht auf Seite des Mobilgerätes. Hierbei wird der Standort der Funkzelle ermittelt, welche durch das Mobilgerät genutzt wird sowie durch die Ermittlung des Timing Advance Wertes. Bei diesem Wert handelt es sich um den Wert zwischen dem Uplink und dem Downlink. Auch die Methode Uplink Time Difference of Arrival benötigt netzseitig eine Zusatzausrüstung. Hierbei wird die Position des Smartphone ermittelt anhand der Laufzeiten von Signalen vom Mobilfunkgerät zu bestimmten Stellen innerhalb des Mobilfunknetzes.

Weitere Möglichkeiten bietet die Verwendung von Enhanced Observed Time Difference und dem Global Navigation Satellite System. Diese beiden Methoden benötigen Zusatzausrüstungen, sowohl im Mobilfunknetz als auch in den Mobilfunkgeräten. Bei der Enhanced Observed Time Differenz Methode wird die Position ermittelt anhand von Laufzeitmessungen mehrerer benachbarter Basisstationen, welche durch das Mobilfunkgerät genutzt werden oder die das Mobilfunkgerät durchläuft. Da diese Methoden immer einen gewissen Aufwand beim Betreiber erfordern, kann man sein Handy leider nicht kostenlos orten lassen.

Die Position des Handys mittels der Global Navigation Satellite System Methode wird durch das Handy selbst ermittelt und danach an das Mobilfunknetz weiter geleitet. Dabei nutzt das Handy ein beliebiges satellitengestütztes System. Hierbei kann es sich um GPS handeln, um Galileo, GLONASS oder um QZSS.

Rechtliche Lage bei Handyortungen

Situation Rechtliche Lage
Das Handy von Freunden Nur mit Einwilligung
Das eigene Handy Beliebig oft
Das Handy des Partners Nur mit Einwilligung
Handy der Kinder Bis zur Volljährigkeit

Die Handyortung mittels GSM und auch mittels GPS Methoden setzt die Einwilligung und das Einverständnis des Besitzers voraus, wenn es sich nicht um das Handy handelt. Liegt diese Einwilligung nicht vor, so stellt eine Ortung einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht dar und ist aus diesem Grund illegal. Wer diese Tatsachen ignoriert, der muss mit strafrechtlichen Schritten rechnen.

Selbst staatliche Behörden, wie die Polizei, dürfen nicht ohne Grund ein Handy orten lassen. Es wird eine richterliche Anordnung benötigt. In extremen Situationen oder bei Gefahr im Verzug, kann eine Ortung allerdings auch ohne Beschluss durchgeführt werden.

Das Handy der Kinder zu orten, ist aus rechtlicher Sicht völlig legal, allerdings stellt es ab einem gewissen Alter einen enormen Vertrauensbruch dar, daher sollte man sich genau überlegen, wann man Ortungen dieser Art durchführt.

Einsatzgebiete und Kosten

Zum einen wird sie in der freien Marktwirtschaft eingesetzt, wie zum Beispiel in großen Speditionsfirmen oder landwirtschaftlichen Betrieben. Nicht immer wird bei diesen Anwendungsbereichen ein Handy geortet, doch vielen Fällen ist es so. Dies hat den Vorteil, dass der Leiter bzw. der Endkunden genau feststellen kann, wo sich gerade eine Lieferung oder ein Fahrzeug befindet. Neben diesen alltäglichen Situationen werden Handyortungen hauptsächlich von der Polizei und Rettungsdiensten eingesetzt. So können zum Beispiel Personen, die in Skigebieten oder anderen abgelegenen Gebieten vermisst werden, sehr schnell und präzise durch eine Handyortung aufgespürt werden.

Die Handyortung wird unter anderem als spezieller Dienst für Eltern angeboten. Hierbei ist der Ortungsdienst häufig bereits im Grundpreis enthalten. Daneben findet man auch Ortungsdienste für Notfälle, wie zum Beispiel bei einem Unfall. Mithilfe dieser Ortungsdienste können Hilferufende lokalisiert werden. Bei diesen Diensten muss man sich vorher registrieren. Häufig wird auch mit einem kostenlosen Ortungsdienst geworben, in dem sich allerdings Kosten verstecken können. So können Gebühren durch den Download anfallen, durch die eigentliche Nutzung bis hin zu Kosten für ein dauerhaftes Abo.

Im Überblick kann man erkennen, dass Handyortungen meist 0.19 € bis 0.99 € kosten, die Preise variieren je nach Anbieter und gelieferten Service. Wenn man bedenkt, dass ein modernes Smartphone mehrere hundert Euro kostet, ist es keine schlechte Investition, um sein verlorenes oder gestohlenes Mobilfunktelefon wiederzufinden.

Die kostenlose Handyortung durch den Mobilfunkanbieter bietet den Vorteil, das der Service in der Regel kostenlos ist und sich sehr gut für ein verloren gegangenes Smartphone eignet. Die Nachteile liegen darin, dass man sich vorher registrieren muss. Die Vorteile der Handyortung via iCloud liegen darin, dass hierbei verschiedene Signaltöne möglich sind sowie darin, dass das iPhone gesperrt werden kann. Daneben können hier auch per Fern-Zugriff die Daten gelöscht werden. Der Nachteil ist, das dieser Dienst vorher aktiviert sein muss. Der Service von iCloud kann nur mit Apple Produkten genutzt werden, dabei ist es egal, ob es sich um ein iPhone oder ein iPad handelt. Aber keine Sorge, auch für andere Systeme können mit hauseigenen Diensten geortet werden. Unabhängig vom Hersteller bietet Google mit dem Android Geräte Manager eine Lösung für Android Smartphones. Zudem bieten Hersteller wie Sony und Samsung zusätzliche Dienste, die für die eigenen Geräte entwickelt wurden. Nutzer von Windows Live können hingegen einen Account beim hauseigenen Dienst anlegen und dort das gewünschte Handy orten lassen.

Ortungs-Apps

Auch mit Ortungs-Apps (Applikationen, applications) ist es möglich, ein Handy orten zu lassen. So eine App wird einfach zu einem bestimmten Zeitpunkt heruntergeladen und kann dann dementsprechend eingestellt werden. Mit neuesten Apps ist es sogar möglich, ein Smartphone zu orten, das einen leeren Akku hat. Sobald das Gerät eine schwache Akkuleistung hat, überträgt es die aktuelle Position an die entsprechende Schnittstelle und spart sich Akkuleistung für weitere Ortungen. Solche Apps haben den Vorteil, dass sie auch nach dem Entfernen der eigentlichen SIM-Karte weiterhin den Aufenthaltsort sendet, und so lassen sich gestohlene oder geklaute Geräte wesentlich einfacher wiederfinden. Außerdem bieten diese Anwendungen meist zusätzliche Funktionen, wie zum Beispiel den Schutz vor schädlicher Software.

Vorteile einer Ortungs-App:

  • Einmalige Installation
  • Unendlich viele Ortungen
  • Keine weiteren Kosten
  • Meist zusätzliche Funktionen
  • Bequem von Zuhause abrufbar
Vor- und Nachteile der Handyortung

Vorteile:

  • Verlorene oder gestohlene Geräte können innerhalb von wenigen Sekunden aufgespürt werden.
  • Der Aufenthaltsort von verunglückten oder vermissten Personen kann bestimmt werden und in manchen Situationen Leben retten.
  • Kinder oder ältere Teile der Familie, die an schweren Krankheiten leiden, können stets kontrolliert werden und gegebenenfalls gerettet werden.
  • Aktueller Aufenthaltsort kann über Internetdienste mit ausgewählten Freunden und Bekannten ausgetauscht werden.

Nachteile:

  • Eine illegale Handyortung ist sehr leicht durchzuführen und kann schnell zur Verletzung des Persönlichkeitsrechts führen.
  • Abhängig von der aktuellen Position des Geräts, funktioniert die Ortung leider nicht immer oder die Ergebnisse weichen sehr stark von der tatsächlichen Position ab. Bei GSM-Ortungen in weniger besiedelten Gebieten, bei GPS-Ortungen an unerreichbaren Orten, wie Kellergewölbe und ähnlichen.
  • Es können Ausgaben entstehen, die vorher vielleicht nicht eingeplant waren.